Sind wir freie Psychologie und freier Wille?

Dieses Buch befasst sich sowohl mit jüngsten experimentellen als auch theoretischen Arbeiten, die in direktem Zusammenhang mit dem freien Willen stehen, als auch mit der Art und Weise, wie führende Psychologen. Die Frage, ob es einen freien Willen gibt oder nicht, wird in der Philosophie seit Jahrhunderten diskutiert.

Sind wir freie Psychologie und freier Wille?

Dieses Buch befasst sich sowohl mit jüngsten experimentellen als auch theoretischen Arbeiten, die in direktem Zusammenhang mit dem freien Willen stehen, als auch mit der Art und Weise, wie führende Psychologen. Die Frage, ob es einen freien Willen gibt oder nicht, wird in der Philosophie seit Jahrhunderten diskutiert. Kürzlich behaupteten Forscher, dass der freie Wille nichts anderes als ein Mythos ist. Obwohl die Gültigkeit dieser Behauptung fraglich ist, hat sie in der Öffentlichkeit viel Aufmerksamkeit erregt.

Dies wirft die entscheidende Frage auf, ob es darauf ankommt, ob die Menschen an den freien Willen glauben oder nicht. In sechs Studien haben wir getestet, ob der Glaube an den freien Willen mit der Korrespondenzverzerrung zusammenhängt, dh mit der automatischen Tendenz der Menschen, den Einfluss interner Faktoren im Vergleich zu externen Faktoren bei der Interpretation des Verhaltens anderer zu überschätzen. Insgesamt zeigen wir, dass der Glaube an den freien Willen die Voreingenommenheit gegenüber der Korrespondenz erhöht und vorgeschriebene Bestrafung und Belohnungsverhalten. Der freie Wille ist ein Eckpfeiler unserer Gesellschaft, und psychologische Untersuchungen zeigen, dass die Hinterfragung seiner Existenz das Sozialverhalten beeinflusst.

In sechs Studien haben wir getestet, ob der Glaube an den freien Willen mit der Korrespondenzverzerrung zusammenhängt, die die automatische Tendenz der Menschen widerspiegelt, den Einfluss interner Faktoren im Vergleich zu externen Faktoren bei der Interpretation des Verhaltens anderer zu überschätzen. Alle Studien zeigen eine positive Beziehung zwischen der Stärke des Glaubens an den freien Willen und der Korrespondenzverzerrung. Darüber hinaus haben wir in zwei experimentellen Studien gezeigt, dass eine Schwächung des Glaubens der Teilnehmer an den freien Willen zu einer Verringerung der Korrespondenzverzerrung führt. Schließlich zeigt die letzte Studie, dass der Glaube an den freien Willen vorgeschriebenes Bestrafungs- und Belohnungsverhalten vorhersagt und dass diese Beziehung durch die Korrespondenzverzerrung vermittelt wird.

Insgesamt zeigen diese Studien, dass der Glaube an den freien Willen grundlegende sozial-kognitive Prozesse beeinflusst, die am Verständnis des Verhaltens anderer beteiligt sind. Sprache und Definitionen scheinen damit zusammenhängen, ob wir an den freien Willen glauben. Diejenigen, die die Existenz des freien Willens widerlegen, bezeichnen typischerweise eine philosophische Definition des freien Willens als Fähigkeit unseres Bewusstseins (oder unserer Seele), jede Entscheidung zu treffen, die es wählt - unabhängig von Gehirnprozessen oder vorangegangenen kausalen Ereignissen. Um es zu untergraben, verbinden sie es oft mit dem „Determinismus“ der klassischen Physik.

Newtons physikalische Gesetze lassen einfach nicht zu, dass der freie Wille existiert — sobald ein physisches System in Bewegung gesetzt ist, folgt es einem vollständig vorhersehbaren Weg. Leider entstand in der akademischen Psychologie eine Bewegung, die den Nutzen des Bewusstseins als psychologisches Konzept leugnete. Andererseits scheint eine Reihe empirischer Psychologiestudien die Idee zu stützen, dass gut überlegte bewusste Entscheidungen eine dokumentierbare Wirksamkeit haben. Interessanterweise haben die Autoren der letztgenannten Studie einen Prognosemarkt geschaffen, in dem eine Gruppe von etwa 80 Psychologen und Ökonomen zusammengestellt wurde.

Der amerikanische Psychologe William James diskutierte in seiner Arbeit „The Principles of Psychology“ (189) über Bewusstsein und beschrieb fünf Eigenschaften dessen, was er „Denken“ nannte. In den letzten Jahrzehnten wurde die wissenschaftliche Plausibilität des freien Willens aus verschiedenen Richtungen angegriffen, darunter Neurowissenschaften, Genetik und Psychologie (z. Solche Untersuchungen haben gezeigt, dass der Glaube an den freien Willen ein Prädiktor für verschiedene verhaltensbezogene und psychologische Variablen ist. Fortschritte in der psychologischen und neurowissenschaftlichen Forschung haben die Herausforderung des freien Willens nun von der metaphysischen auf die epistemologische Ebene verlagert.

Man könnte die Beziehung zwischen der Beschreibung unbewusster subpersonaler mentaler Mechanismen und der absichtlichen Psychologie mit der zwischen relativistischer Mechanik und klassischer Mechanik vergleichen. Man hoffte, dass die Psychologie wissenschaftlicher werden könnte, indem sie die Selbstbeobachtung verfeinert, bis sie zu einer verlässlichen Technik wurde. Dies ist jedoch eine indirekte Kritik an der Idee des freien Willens, die nicht eng mit der empirischen Psychologie verbunden ist und auf philosophischer Ebene diskutiert werden sollte. Wenn der klassische Determinismus eine echte metaphysische Behauptung ist, hängt der Epiphänomenalismus mit der psychologischen Funktionsweise des Menschen und der Interpretation empirischer Daten zusammen.

Da das Problem des Bewusstseins ein so zentrales Problem ist und das Bewusstsein so rätselhaft erscheint, hätte man erwarten können, dass Psychologen und Neurowissenschaftler jetzt große Anstrengungen unternehmen würden, um es zu verstehen. .

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